Ein Film von MARCIN EL
Justin nimmt sein ganzes Erbe und macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln – nur um festzustellen, dass seine leibliche Mutter ihn nicht wiedererkennt. In ihren Augen ist er, mit seinem vielen Geld, nur ein Jackpot.
Eine Geschichte, die das Titelblatt sämtlicher Zeitungen füllen würde.
Eine Unterhaltung mit hoher Publikumsattraktivität.
Eine bittersüße Odyssee über die Absurdität von Blutsverwandtschaft, in der das Lachen oft der einzige Ausweg aus der Tragik ist.
50% Lachen, 100% Herzschmerz – Ein Independent-Rohdiamant.
Justin (21) nimmt all sein Geld und fährt mit dem Zug nach Hamburg.
Er geht in ein heruntergekommenes Hostel und fragt dort nach der Wirtin Britta (45). Als er dabei ist,
sein
Zimmer zu zahlen, sehen die Wirtin Britta und ihre Tochter Miri (14) das viele Geld und schmieden
sogleich
Pläne, um dem jungen Mann aus der Kleinstadt sein beachtliches Vermögen aus der Tasche zu
ziehen.
Das tun sie eher nervös und naiv als bösartig und ohne die Routine eines stumpfen Räubers, denn irgendwo
drängt sie ihr schwieriges Leben dazu, in dieser Situation dringend an Justins Geld zu gelangen. Sie
überreden ihn zu einem Abendessen und mischen Tabletten in seine Remoulade. Dabei führen sie lustige und
belanglose Gespräche über das Leben in Hamburg.
Justin fällt immer wieder in seine Tagträume. Er wuchs behütet und wohlhabend in Heidelberg auf und
machte dort eine Lehre zum Bäcker. Mit 14 erfuhr er, dass seine Eltern nicht seine leiblichen Eltern
sind. Trotz aller Bemühungen der Adoptiveltern ist Justin unsicher und innerlich aufgewühlt. Nachdem er
seine Ausbildung beendet hat, erzählen ihm seine Adoptiveltern endlich, dass seine leibliche Mutter ein
Hostel in Hamburg betreibt.
Daraufhin macht er sich auf den Weg. Im Hostel entwickelt sich eine dramatische Situation.
Es überschlagen sich die Ereignisse.
Die Zerstörungskraft des Materialismus wird auf die Spitze getrieben und erreicht ihren Höhepunkt darin, dass die Mutter das Blut ihres eigenen Kindes vergießt. Ein weiteres Thema ist die Suche nach Identität und den eigenen Wurzeln, verdeutlicht durch die universellen Fragen: „Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?“. Thematisiert wird damit auch, dass die Erkenntnis oft zerstörerisch sein kann. Daneben steht der Kontrast zwischen Kleinstadt und Großstadt, sowie der zwischen einem Geist des Staunens und der Ehrfurcht gegen einen Geist der Raffinesse. Ein wichtiges Thema ist zudem die zeitgenössische Kommunikation, in der wir trotz kosmischer Technologie verlernen, offen miteinander zu sprechen.
Diese Geschichte, wäre sie real passiert, würde über Tage hinweg das Titelblatt aller Zeitungen füllen. Andererseits rüttelt sie auf und regt zum Nachdenken an. Nach dem Schauen wird der Film in Erinnerung bleiben. Die Geschichte behandelt fundamentale und existenzielle Fragen der Menschheit, die sich jeder Mensch auf der Welt, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, stellt. Daneben ist der Film auch ansehbar und durch den Humor auch sehr unterhaltsam, sodass er eine große Zielgruppe trifft. Von großem Vorteil ist auch, dass diese einfache und minimalistische Geschichte so noch nicht erzählt worden ist.
Marcin El (45) studierte Film, und Fernsehregie, auf dem Gelände von Studio Hamburg. Dort realisierte er
zahlreiche Kurzfilme. Nach dem Studium drehte er die 120 minütige Dokumentation FRIEDLICH IN DIE
KATASTROPHE. Der Kinofilm lief im gesamten deutschsprachigen Raum und wurde in sieben Sprachen
übersetzt.
Fabian Sasse ist ein junger, aufstrebender 23-jähriger Schauspieler, der nach jahrelanger Tätigkeit in
der Werbefilmbranche den Schritt in die Filmindustrie gewagt hat. Nach einem Engagement beim ZDF wurde
die renommierte Schauspieleragentin Celina von der Lanken auf ihn aufmerksam, die ihn bis heute
betreut.
Anja Jarray (45) arbeitet als Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater. Vor der Kamera stand sie
u. a. für Produktionen wie „Tatort Dresden“ (MDR), „Mit Herz und Holly“ (ZDF) sowie „Die 100 – Was
Deutschland bewegt“ (NDR/WDR). Sie verkörpert authentische, charakterstarke Figuren. Als
Martial-Arts-Künstlerin und Stuntperformerin verbindet sie physische Präzision mit schauspielerischer
Intensität.
Die 15-jährige Nachwuchschauspielerin Stella Alraun machte bereits in mehreren Kurzfilm-Hauptrollen auf
sich aufmerksam und gewann einen Preis für die beste Kinderschauspielerin auf dem Frame Film Festival in
London. Auch im neusten Tatort Zürich wurde sie für ihre Leistung besonders hervorgehoben.
Bildgestaltung: Mirko B. Peeck (BVK), DoP mit über 15 Jahren Erfahrung in Spielfilm, TV und Werbung.